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Unsere Bergwälder im (Klima-) Wandel

Der Alpenraum wird von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark getroffen, das ist heute unbestritten. Naturgefahren wie Berg- und Felsstürze, Lawinen, Stürme, Hochwasser aber auch Schädlingsbefall nehmen zu, mit den steigenden Temperaturen ändern sich auch die Wuchsbedingungen für die Bergwälder.

Über 1,3 Millionen Menschen leben und arbeiten im bayerischen Alpenraum, rund 4,5 Millionen Urlaubsgäste sowie unzählige Tagesausflügler besuchen unsere einmalige Bergwelt. Sie alle - und auch die Bewohner im Voralpenraum - sind mehr denn je auf intakte und leistungsfähige Bergwälder angewiesen, die Schutz, Erholung und Lebensraum bieten und gleichzeitig den nachwachsenden Rohstoff Holz liefern.

Von den rund 250.000 Hektar Bergwald in den bayerischen Alpen sind knapp zwei Drittel Schutzwald. Davon sind über 13.000 Hektar in ihren Funktionen beeinträchtigt. Seit vielen Jahren setzen wir uns ein, hier wieder gesunde und stabile Waldbestände aufzubauen. Gleichzeitig wollen wir nach dem Motto "Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen" neue kostenintensive Sanierungsmaßnahmen durch vorausschauende Pflege und rechtzeitige Waldverjüngung möglichst vermeiden. Auch an den Wald angepasste Schalenwildbestände sind dafür unverzichtbar.

Ziel der Bergwaldoffensive ist es, die Anstrengungen für zukunftsfähige Berg- und Schutzwälder nochmals deutlich zu verstärken. Dies gelingt aber nur, wenn alle Beteilligten, angefangen von den Waldbesitzern, den Jägern, der Alpwirtschaft und dem Naturschutz bis hin zu den Kommunen und Tourismusvertretern gemeinsam mit der Bayerischen Forstverwaltung an einem Strang ziehen.
Packen Sie mit an - es lohnt sich, für uns alle!

Helmut Brunner

Bayerischer Staatsminister
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten